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Re: 6. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - EINTRACHT

Verfasst: 21 Sep 2026, 10:27
von Stratege
Wenn man immer unglücklich oder dämlich verliert, ist das kein Pech sondern ein Qualitätsmangel.
Bochum hatte nach dem 0:1 einige dicke Chancen zu erhöhen.
Hertha war schon vor dem 2:0 klar besser.
Osnabrück hat uns nach der Halbzeit hinten rein gedrückt und wir haben um die Tore gebettelt.
Dresden war spielerisch überlegen. Das Spiel kann auch verloren gehen und das nicht unverdient.
In einem Heimspiel haben wir die letzten 10 Minuten auf Ergebnis halten gespielt. Nicht auf Sieg. Warum wohl?
Man kann sich alles schön reden. Ob das weiter hilft, ist eine andere Geschichte.
Ich hoffe nur, daß man in der Mannschaft nicht alles genau so blauäugig sieht.
War das höflich genug? ;)

Re: 6. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - EINTRACHT

Verfasst: 21 Sep 2026, 11:11
von SchmackieBS
Stratege hat geschrieben: 21 Sep 2026, 10:27 Wenn man immer unglücklich oder dämlich verliert, ist das kein Pech sondern ein Qualitätsmangel.
Bochum hatte nach dem 0:1 einige dicke Chancen zu erhöhen.
Hertha war schon vor dem 2:0 klar besser.
Osnabrück hat uns nach der Halbzeit hinten rein gedrückt und wir haben um die Tore gebettelt.
Dresden war spielerisch überlegen. Das Spiel kann auch verloren gehen und das nicht unverdient.
In einem Heimspiel haben wir die letzten 10 Minuten auf Ergebnis halten gespielt. Nicht auf Sieg. Warum wohl?
Man kann sich alles schön reden. Ob das weiter hilft, ist eine andere Geschichte.
Ich hoffe nur, daß man in der Mannschaft nicht alles genau so blauäugig sieht.
War das höflich genug? ;)
Dein Ton ist seit dieser Saison absolut im Rahmen, Stratege. Sicher latent rauer und bestimmter als andere. Das Thema brauchen wir aber echt nicht aufmachen.

Ich glaube aber die Wahrheit zu den genannten Spielen liegt ein wenig anders. Nicht viel.

Dein erster Satz beschreibt es eigentlich sehr gut. Pech ist sowas wie die plötzlichen Verletzungen und Zeitpunkte der Verletzungen von Entrup, Koutsidis, Hoti und Urbich. Sicherlich ein kleiner Faktor für das Spiel gegen Lautern aber lange nicht der entscheidende.

Der Qualitätsmangel unserer Mannschaft liegt in den Köppen. Sie machten bisher immer ansehnliche Spiele. Die Chancen, die wir uns erspielt haben und die Tore, die wir geschossen haben unterstreichen deutlich, dass sich offensiv etwas positiv entwickelt. Defensiv hat man unser System direkt nach dem MD-Spiel geknackt gehabt. Darauf wurde reagiert, die Abstände angepasst. Alles verhindern kannst du nicht. Dann kam die unsägliche Eckballschwäche zum Tragen. Da scheint man auch erfolgreich etwas verändert zu haben.

Aus keiner Ecke von Lautern entstand Gefahr. Man muss aber auch sehe, dass Lautern diese Saison erst ein Tor nach einer Ecke erzielen konnte.

Das Gegentor fällt wieder, weil keiner auf die Idee kommt, Krahl am gar nicht mal so schnellen Abschlag zu behindern.

Das ist mMn alles ein Thema der Abgeklärtheit. Ein erfahrenes Team, riecht das sofort, dass jeder schnelle Einwurf, jeder schnelle Abschlag, jeder schnelle Freistoß Probleme machen kann, weil dem eigenen Team dann die Ordnung fehlt. Also werden auch Gelbe Karten in Kauf genommen, um das durch Sich-Davorstellen, den Torwart-Behindern usw. zu verhindern.

Wir sind da noch zu lieb.

Ich sehe kein einziges Spiel, dass wir verlieren mussten. Von denen haben ich letzte Saison viele gesehen.

Die nötige Reife, die uns fehlt, wird uns kein Trainer geben können. Das kommt über erfahrenes Personal, das wir vielleicht im Winter nachverpflichten könnten oder eben über die bitteren Erfahrungen.

Die Entwicklung ist vorhanden, wenn auch subtil. Parallel laufen natürlich normale psychologische Prozesse, die gegenläufiges Bewirken: Verunsicherung, Selbstdruck usw.

Die Situation könnte sehr schnell brenzlich werden, wir können nur hoffen, dass wir uns schnell genug diese Unkonzentriertheiten und Grünschäbeligkeit abgewöhnen.

Re: 6. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - EINTRACHT

Verfasst: 21 Sep 2026, 11:21
von wilhelm62
Die 'Strategie' sich alles schön zu reden führt allein genau so wenig zum Ziel wie nach Rückschlägen sofort alles grundsätzlich in Frage zu stellen.
Der Weg liegt irgendwo dazwischen.
Mal vorausgesetzt, dass es einen Plan für die Entwicklung der Mannschaft hin zu einer bestimmten Spielweise gibt, muss die Analyse immer beides enthalten:
Fehler müssen beschrieben und analysiert werden.
Dabei reicht es aber nicht, diese immer wieder nur an die Tafel zu schreiben.
Das ganze funktioniert nur lösungorientiert, sprich, von (positiven) Ansätzen ausgehend.
Positive Details müssen auch positiv bewertet werden. Ansonsten gibt's ein derbes Motivationsproblem für die Weiterentwicklung.