Bei Köhler gebe ich Dir Recht. Er war eine Führungssäule und laut Trainer immens wichtig für das Team. Das seit dem das Aufbauspiel fast nicht mehr existiert, spricht für ihn. Bei Conteh bin ich mir nicht sicher. Wenn es schlecht lief, lief es auch bei ihm schlecht.
Fü einen Verein wie Eintracht musste man Conteh gehen lassen. Da gab es kaum eine Alternative. Halte Opoku, ob er jetzt für diese Position gedacht war oder nicht, für eine ähnlich starke Verpflichtung. Auch Conteh hat lange gebraucht, bis er mal gezeigt hat, wozu er in der Lage war.
Köhler hätte man schon halten können. Köhler hat auch klar kommuniziert, dass er weiter für die Eintracht spielen wird, wenn es mit dem Transfer nicht klappen wird. Und 300 T€ ist jetzt auch kein wirkliches Argument. Ich denke, das war eine Entscheidung von Kessel und Heiner Backhaus. HB hat klar gesagt, dass er niemanden im Team haben möchte, der mit dem Herzen nicht mit 100% bei der Eintracht ist. Auch das ist nachvollziehbar.
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Benjamin Kessel [Geschäftsführer Sport]
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kladderadatsch
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Re: Benjamin Kessel [Geschäftsführer Sport]
Vor allem war der Unmut bei den Fans gegenüber Köhler so überzogen hoch, dass man jegliche, annehmbare Lösung für einen Weggang, gerne genommen hat.
Köhlers Abgang ist in der jetzigen Situation wahrscheinlich wirklch bitter. Auch wenn er für viele seine Kritiker auf dem Platz gerne mal Ansagen gemacht hat. Jetzt würde das vielleicht mal helfen. Rückwirkend aber natürlich immer leicht zu sagen. Es hätte auch anders kommen können. Man könnte sagen, das Karma schlägt gerade zu den Leuten zurück, die sich über seinen Einstand bei Zürich lustig gemacht haben.
Heutzutage ist der "geformte" und "geschulte" Profi eben lieber gesehen. Dabei macht es die Mischung.
Zu Kessel. Er hatte ähnliche bis etwas schlechtere Voraussetzungen wie seine Vorgänger. Daraus hat er eine Mannschaft mit deutlichem Potenzial aufgestellt, der Kaderplanung Struktur gegeben und die Strategie der Transfererlöse in Angriff genommen. Beim besten Willen hat keiner von uns eine Ahnung, ob da mehr drinne gewesen wäre oder nicht. Aber er hatte seinen Plan kommuniziert und danach gehandelt.
Nach der Hinrunde war es Konsens, dass wir maximal 2-3 Transfers brauchen. Zusätzlich hat er so gut wie alle nicht Berücksichtigen Spieler mit neuen Spieler austauschen können, die zumindest eine neue Chance auf Entwicklung bieten. Und hat relativ gur auf Überraschungen reagiert.
Mir fehlen da stichhaltige Argumente gegen ihn.
Köhlers Abgang ist in der jetzigen Situation wahrscheinlich wirklch bitter. Auch wenn er für viele seine Kritiker auf dem Platz gerne mal Ansagen gemacht hat. Jetzt würde das vielleicht mal helfen. Rückwirkend aber natürlich immer leicht zu sagen. Es hätte auch anders kommen können. Man könnte sagen, das Karma schlägt gerade zu den Leuten zurück, die sich über seinen Einstand bei Zürich lustig gemacht haben.
Heutzutage ist der "geformte" und "geschulte" Profi eben lieber gesehen. Dabei macht es die Mischung.
Zu Kessel. Er hatte ähnliche bis etwas schlechtere Voraussetzungen wie seine Vorgänger. Daraus hat er eine Mannschaft mit deutlichem Potenzial aufgestellt, der Kaderplanung Struktur gegeben und die Strategie der Transfererlöse in Angriff genommen. Beim besten Willen hat keiner von uns eine Ahnung, ob da mehr drinne gewesen wäre oder nicht. Aber er hatte seinen Plan kommuniziert und danach gehandelt.
Nach der Hinrunde war es Konsens, dass wir maximal 2-3 Transfers brauchen. Zusätzlich hat er so gut wie alle nicht Berücksichtigen Spieler mit neuen Spieler austauschen können, die zumindest eine neue Chance auf Entwicklung bieten. Und hat relativ gur auf Überraschungen reagiert.
Mir fehlen da stichhaltige Argumente gegen ihn.
Re: Benjamin Kessel [Geschäftsführer Sport]
Die stichhaltigen Argumente gegen ihn:
1. Probleme im Sturm, die vor der Winterpause schon ersichtlich waren, wurden in der Transferphase nicht behoben. Wir sind offensiv nicht stärker geworden, sondern eher schwächer. Die Spieler die im Wesentlichen verpflichtet wurden, sind Perspektivspieler, die Eintracht kurzfristig nicht weiterhelfen werden.
2. Wenn das Korsett der Mannschaft (Abgang Conteh, Abgang Köhler, langfrisiger Ausfall Tempelmann und jetzt Hoffmann) nicht steht, wird es mehr als schwer junge Spieler ins Team zu integrieren bzw. weiter zu entwickeln. Allein auf die Jugend zu setzen, ist mehr als riskant, da sie Entwicklungszeit benötigen. Ich brauche für eine funktionierende Truppe immer auch Leader mit entsprechender Erfahrung. Als wirklich kurzfristig helfende Verstärkung sehe ich nur Opoku. Alle anderen Spieler sehe ich aus den vorgenannten Gründen nicht ansatzweise als kurzfristige Verstärkungen.
3. Die Mannschaft nicht wirklich zu verstärken, obwohl erforderlich (siehe Punkt 1), finde ich schon ein bisschen fahrlässig.
4. Ein risieger Spielerumbruch in einer Wintertransferphase an Zu-bzw. Abgängen deutet daraufhin, dass in der Sommertransferphase einiges offensichtlich nicht optimal verlaufen ist oder die Leistungsfähigkeit von Spielern falsch eingeschätzt wurden.
Im Ergebnis ist die jetzige Situation für mich persönlich nach der Wintertransferphase keine wirkliche Überraschung. Objektiv betrachtet, besteht die große Gefahr, dass Eintracht als 18. in die 3. Liga runtergehen wird.
1. Probleme im Sturm, die vor der Winterpause schon ersichtlich waren, wurden in der Transferphase nicht behoben. Wir sind offensiv nicht stärker geworden, sondern eher schwächer. Die Spieler die im Wesentlichen verpflichtet wurden, sind Perspektivspieler, die Eintracht kurzfristig nicht weiterhelfen werden.
2. Wenn das Korsett der Mannschaft (Abgang Conteh, Abgang Köhler, langfrisiger Ausfall Tempelmann und jetzt Hoffmann) nicht steht, wird es mehr als schwer junge Spieler ins Team zu integrieren bzw. weiter zu entwickeln. Allein auf die Jugend zu setzen, ist mehr als riskant, da sie Entwicklungszeit benötigen. Ich brauche für eine funktionierende Truppe immer auch Leader mit entsprechender Erfahrung. Als wirklich kurzfristig helfende Verstärkung sehe ich nur Opoku. Alle anderen Spieler sehe ich aus den vorgenannten Gründen nicht ansatzweise als kurzfristige Verstärkungen.
3. Die Mannschaft nicht wirklich zu verstärken, obwohl erforderlich (siehe Punkt 1), finde ich schon ein bisschen fahrlässig.
4. Ein risieger Spielerumbruch in einer Wintertransferphase an Zu-bzw. Abgängen deutet daraufhin, dass in der Sommertransferphase einiges offensichtlich nicht optimal verlaufen ist oder die Leistungsfähigkeit von Spielern falsch eingeschätzt wurden.
Im Ergebnis ist die jetzige Situation für mich persönlich nach der Wintertransferphase keine wirkliche Überraschung. Objektiv betrachtet, besteht die große Gefahr, dass Eintracht als 18. in die 3. Liga runtergehen wird.
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kladderadatsch
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Re: Benjamin Kessel [Geschäftsführer Sport]
Zu 1. Mijatovic, Opoku, Ranos und Alidou. Dazu ein Sane mit positiven Tendenzen. Bei aller Liebe, da hat im Vorfeld keiner geschrien. Wobei mindestens Opuku auch schon voll im Spielbetrieb war. Das halte ich für ein paar gute Chancen bzw. Möglichkeiten. Und Kessel selber hat schon gesagt. Da sind auch welche abgesprungen, weil die Kohle nicht gestimmt hat.
Zu 2. Du würdest also mit Polster, Kaufmann und Dräger in der jetzigen Situation mehr Chancen sehen? Das sind die erfahrenen Spieler, die gegangen sind. Man kann nicht auf alles 100% vorbereitet sein. Zumal du immernoch erfahrene Spieler im Kader hast. Flick, Frenkert, Heußer und weiterhin Kaufmann. Aber ich sehe da kein desaströsen Fehler seitens Kessel.
Zu 3. Das Argument ist eine Weiderholung. Siehe Punkt 1.
Zu 4. Natürlich ist da nicht alles optimal verlaufen. Das hat aber auch Gründe, die jedem bekannt sein sollten. Das immer wieder zu ignorieren macht es auch nicht weniger unwahr.
Wenn man immer alles pessimistisch sieht ist natürlich keine Überrascchung. Realistisch betracht wundert es mich auch nicht. Es war von Anfang an klar, dass die Saison mindestens genauso knapp wird, wie die da vor. Alleine schon weil potentere Aufsteiger hochgekommen sind.
Es besteht bei der Situation, die Eintracht nun einmal hat, immer die große Gefahr abzusteigen. Du wirst auch keinen anderen Sportdirektor bekommen. Bei jemanden wie Kessel hast du allerdings die Chance, dass er sich schneller entwickelt, ein wenig moderner ist und auch noch mehr nach Erfolg strebt.
Nein, stichhaltig sind deine Punkte nicht. Da gibt es immer noch genügend Zweifel. Bei einem anderen Budget und anderen Voraussetzung wäre ich bei dir.
Zu 2. Du würdest also mit Polster, Kaufmann und Dräger in der jetzigen Situation mehr Chancen sehen? Das sind die erfahrenen Spieler, die gegangen sind. Man kann nicht auf alles 100% vorbereitet sein. Zumal du immernoch erfahrene Spieler im Kader hast. Flick, Frenkert, Heußer und weiterhin Kaufmann. Aber ich sehe da kein desaströsen Fehler seitens Kessel.
Zu 3. Das Argument ist eine Weiderholung. Siehe Punkt 1.
Zu 4. Natürlich ist da nicht alles optimal verlaufen. Das hat aber auch Gründe, die jedem bekannt sein sollten. Das immer wieder zu ignorieren macht es auch nicht weniger unwahr.
Wenn man immer alles pessimistisch sieht ist natürlich keine Überrascchung. Realistisch betracht wundert es mich auch nicht. Es war von Anfang an klar, dass die Saison mindestens genauso knapp wird, wie die da vor. Alleine schon weil potentere Aufsteiger hochgekommen sind.
Es besteht bei der Situation, die Eintracht nun einmal hat, immer die große Gefahr abzusteigen. Du wirst auch keinen anderen Sportdirektor bekommen. Bei jemanden wie Kessel hast du allerdings die Chance, dass er sich schneller entwickelt, ein wenig moderner ist und auch noch mehr nach Erfolg strebt.
Nein, stichhaltig sind deine Punkte nicht. Da gibt es immer noch genügend Zweifel. Bei einem anderen Budget und anderen Voraussetzung wäre ich bei dir.
Re: Benjamin Kessel [Geschäftsführer Sport]
Die genügend Zweifel, die es bei meinen Punkten gibt, die bestehen bei Deinen mindestens genauso. Wirklich stichhaltiger ist deine Auffassung auch nicht gerade. Im übrigen haben andere Vereine aus dem vergleichbaren Umfeld auch nicht mehr Budget zur Verfügung als Eintracht. Wenn man 3 Jahre gerade so mit Glück und Zufall den Abstieg vermeiden kann und im 4 Jahr absteigt oder wieder durch Glück und Zufall die Klasse hält, kann als Verein nicht alles richtig machen. Da stellt sich schon die Frage, was läuft da falsch ?
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kladderadatsch
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Re: Benjamin Kessel [Geschäftsführer Sport]
Vollkommen richtig. Meine Punkte geben aber genug mögliche bzw. sehr wahrscheinliche Gründe an, die auch teilweise so bekannt sind, zumindest oberflächlich aus Interviews, Berichten, Bilanzberichten etc.. Aber mindestens die Komplexität wird dadurch ersichtlich.
Und dein zweiter Punkt ist auch komplett richtig. Daher ist es ja schön, dass man mit Kessel endlich jemanden hat, der nicht nur versucht den schlechten Staus Quo zu verwalten, sondern versucht den Verein weiter zu entwickeln. Das ist aber auch keine Garantie auf Erfolg. Scheitern ist da genauso drin wie erfolgreich sein. Aber nur mit machen, hat man überhaupt eine Chance die Kurve zu kriegen.
Und man kann seit Kessels Einstieg schon beobachten, dass strategischer vorgegangen wird. Manchmal ist es nicht falsch, sondern einfach zu langsam oder zu spät. Und zusätzlich scheint diese Saison eine viel größere Herausforderung als die letzten 3 Saisons zu sein. Aber das sehen wir erst am Ende.
Und andere Vereine mit ähnlichem Budget haben evtl. auch andere Gründe. Einige Beispiel sind, weniger Verletzungspech, andere Voraussetzungen, mehr Matchglück aktuell, ... diese Vergleiche kann man auch besser bewerten, wenn man mehr Hintergrundwissen hat.
Und dein zweiter Punkt ist auch komplett richtig. Daher ist es ja schön, dass man mit Kessel endlich jemanden hat, der nicht nur versucht den schlechten Staus Quo zu verwalten, sondern versucht den Verein weiter zu entwickeln. Das ist aber auch keine Garantie auf Erfolg. Scheitern ist da genauso drin wie erfolgreich sein. Aber nur mit machen, hat man überhaupt eine Chance die Kurve zu kriegen.
Und man kann seit Kessels Einstieg schon beobachten, dass strategischer vorgegangen wird. Manchmal ist es nicht falsch, sondern einfach zu langsam oder zu spät. Und zusätzlich scheint diese Saison eine viel größere Herausforderung als die letzten 3 Saisons zu sein. Aber das sehen wir erst am Ende.
Und andere Vereine mit ähnlichem Budget haben evtl. auch andere Gründe. Einige Beispiel sind, weniger Verletzungspech, andere Voraussetzungen, mehr Matchglück aktuell, ... diese Vergleiche kann man auch besser bewerten, wenn man mehr Hintergrundwissen hat.