Blaugelbnichtgruen hat geschrieben: 03 Dez 2025, 12:35
So erklärbar wie Du finde ich die eklatante Niederlagenserie leider nicht.
Du sprichst ja immer von einer wichtigen Achse, die selten bis gar nicht ausfallen sollte, um zum Erfolg zu kommen.
Meiner Meinung nach haben wir diese mit:
Ron- Thorben Hoffmann. Sven Köhler, Fabio Di Michele Sanchez, Max Marie,, Robin Heußer, Mehmet Aydin und Christian Conteh in fast jedem Spiel gehabt(siehe:
https://www.transfermarkt.de/eintracht- ... /verein/23).
Kein Wunder, dass du mich nicht verstehen kannst. Ich sehe da eine ganz andere Achse, die für uns zu erfolgreichen Spielen führt und definiere sie auch anders. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man bei der Kaderplanung DMS, Maire und Conteh als Achsenspieler angedacht hatte.
Für mich sind Achsenspieler. Erfahrende, reife Spieler, oder eben Spieler mit hoher Klasse, die in ihrem jeweiligen Bereich (Abwehr, Mittelfeld, Sturm) die Verantwortung für den Bereich übernehmen, die anderen Spieler dort ordnen und sie damit besser machen können
Ich sehe da in unserem Kader: RTH, Jäkel, Frenkert, Köhler, Aydin, Tempelmann und Yardimci. Wenn von deinen ausreichend viele aufm Platz standen, damit die Statik unseres System getragen werden konnte, haben wir auch Punkte geholt.
Ulsass1967 hat geschrieben: 03 Dez 2025, 13:37
Vollverantwortlich ist ja ein interessanter Begriff. Vollverantwortlich ist ein Trainer nicht nur bei gefülltem Werkzeugkasten, sondern auch dann, wenn einzelne Werkzeuge nicht zur Verfügung stehen, Aufstellung und Taktik bestimmt er hoffentlich immer. So gesehen ist das ein Schutzbegriff, hinter dem man sich wunderbar verstecken kann, etwa so: „Nee, für die Niederlagen war ich nicht Vollverantwortlich, sondern die schlechten Bedingungen.“ Oder das Schicksal oder der Zufall. Da würde ich ihn nicht aus seiner Verantwortung entlassen, sonst ist er nur ein Schön-Wetter-Trainer.
Ich mache da extra als Kunstgriff den Unterschied zwischen Verantwortlich und Vollverantwortlich. Verantwortlich deckt mMn genau das ab, was du gerade beschrieben hast. Aber es gibt halt Dinge für die keiner Verantwortung übernehmen kann, weil sie nicht steuerbar sind. Aktuell sind die nicht steuerbaren Nachteile aber überschaubarer geworden, sodass ich sie für so wenig gewichtet ansehe, dass HB gegen Kiel quasi vollverantwortlich ist. Es ging mir mit dem Wort also nur darum, etwas zu verteutlichen.
Bitte lass uns jetzt nicht in ewige Diskussionen verfallen, was man unter Verantwortlichkeit und Vollverantwortlichkeit versteht. Das für zu nichts. Ich wollte nur verstanden werden und dachte, so geht vielleicht besser.
Ich verstehe nämlich nicht, warum ihr so wild darauf seit, jeden sachlich formulierten Grund, warum ein Spiel verloren wurde, immer dem Trainer in die Schuhe zu schieben? Ich verstehe es, wenn man sagt, "Tja, das gegen Preußen mit Polter, war eine blöde Idee von HB". Aber es ist einfach falsch, es als Schutzbegriff zu bezeichnen, wenn man Gründe benennt, warum es für HB auch schwer war Punkte zu holen. Da verschließt man genauso die Augen vor der Wirklichkeit, als wenn man den Trainer auch nach einer Niederlagen Serie gar nicht kritisch hinterfragen würde.
Denn am Ende geht es ja um die Frage:
Hätte ein anderer für uns verfügbarer Trainer es mit den gleichen Mitteln besser gemacht. Wenn du nach abwägen aller Gründe zum Schluss kommst: Wahrscheinlich nicht, weißt du, dass du das bisschen Kohle, das wir zur Verfügung haben, besser an anderer Stelle investierst als in einen weiteren Trainer. Da muss man die Emotionen wie dem Ärger über unnötige oder verdiente Niederlagen man ignorieren.
Und du musst doch zumindest mal zugeben, dass die Vorstellung gegen Lautern, mir irgendwie auch ein bisschen Recht gibt, dass wir mit HB und einem ausreichend fiten Kader auch gegen eigentlich ziemlich starke Teams überzeugend gewinnen können. So schlecht kann er also nicht sein.