Ich finde deinen Betrag super interessant wegen "Gesetze des Marktes". Ich fand nämlich, dass HB auf der PK gar nicht so sehr Politisches Rausgerede betrieben hat, sondern erstaunlich logischen Klartext. Die "Gesetze des Marktes" übersetze ich mal in "So funktioniert das System". Nur weil ein System immer so funktioniert, muss das nicht das Beste sein. Siehe die ganze Weltlage, die ebenfalls so ist, wie sie ist, weil es halt immer so ist, wie es ist. Weil man die Dinge halt so macht. Aber den Ausflug breche ich lieber sofort ab. Zurück zu HB und zum Fussball, wo man auch vieles einfach so macht, weil es immer so gemacht wurde.nivekBS hat geschrieben: 06 Mär 2026, 08:22 Ja reden kann der Mann, dass erfahren wir immer wieder. Würde wahrscheinlich selbst mir jede Versicherung andrehen.
Mann kann ihn auch fast nur mögen. War schon eine sagen wir bemerkenswerte PK. Wie auch immer man die für sich auswertet. Schon kurios die Leute im Raum zu überzeugen, wie sinnlos ein Trainerwechsel jetzt wäre, obwohl es um ihn selber geht. Habe ich so in der Form auch nicht gehört.
Naja ich wünsche ihm alles Beste, weil ich auch der Eintracht alles Beste wünsche. Logisch
Nur am Ende ist alles reden nichts wert wenn die Mannschaft nicht liefert.
Und dann wird auch Backhaus die „Gesetze des Marktes“ nicht wegdiskutieren können.
Ich hoffe vom Herzen es kommt nicht dazu
Er spricht genau das aus, was ich hier auch schon an der einen oder anderen Stelle mal schrieb und das finde ich erstaunlich. Nicht, weil ich und HB das gleiche erzählt haben, sondern weil ein Trainer einfach mal ganz offen und selbstbewusst gegen die "Gesetze des Marktes" argumentiert und relativ tief in sein tägliches Geschäft blicken lässt: System brauchen Zeit, Spieler müssen sich verstehen, manche Spieler verstehen komplexere Systeme als andere oder zumindest schneller. Hier kommt ne ganze Menge an Dinge zu Tage, die den Marktwert einen Spielers ausmachen, neben "der ist gut am Ball, stabil und flink". Er sagt einfach mal, dass was sich andere nicht trauen: Leute, noch bin ich der beste Mann, weil ich die Mannschaft erreiche, sie mir vertraut und bei einem neuen Trainer das alles wage wäre und obendrein nicht ausreichend Zeit, um mit diesem Team ein neues System in der nötigen Tiefe zu lernen. Das ist kackfrech aber genau das, was ich mir auch die ganze Zeit schon dazu gedacht habe.
Er ist damit ganz nah an dem, was auch sportwissenschaftliche Studien zum Thema "Trainerwechsel" unterstreichen: Dass der Wechsel nur Sinn ergibt, wenn der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht oder ein Nachfolger sehr viel Zeit und Ruhe hätte eine neues System zu etablieren oder eben rein als 50/50-Impuls, wenn wirklich gar keine Ideen mehr da sind, was man noch ändern könnte. Ich finde das mega erfrischend.
Und nochmal ein abschließender allgemeiner Satz:
Es kann auch sein, dass du vieles richtig gemacht hast und trotzdem scheitern wirst, weil es enorm viele Faktoren gibt, die du nicht selbst beeinflussen kannst. Das festzustellen ist einfach nur ehrlich und hat nichts mit Rausreden oder Schönreden zu tun. Aber diese Erkenntnis kann für viele zu bitter sein, weil es bedeutet, dass Fleiß und Leistung nicht immer ausreichen.